Lösungen
SaaS-Modernisierung für Unternehmen
Modernisieren Sie die Plattform, auf die Ihre Kunden angewiesen sind – ohne den Geschäftsbetrieb zu unterbrechen.
01 · Das geschäftliche Problem
Viele Softwareunternehmen und unternehmensinterne IT-Organisationen sind auf Plattformen angewiesen, die für eine andere Zeit gebaut wurden. Ein Produkt, das als Einzelmandanten-Installation pro Kunde begann, umfasst heute zahlreiche auseinanderlaufende Installationen mit jeweils eigenen Patches und eigenem Upgrade-Zeitplan. Die zentrale Geschäftslogik steckt in einem Monolithen, den nur wenige Entwickler vollständig verstehen, und jedes Release erfordert abgestimmte Ausfallzeiten und manuelle Tests. Neue Funktionen, die Kunden erwarten – etwa KI-Funktionen, offene APIs und Self-Service-Onboarding –, lassen sich nur schwer sicher ergänzen.
Die Kosten des Stillstands summieren sich unbemerkt. Die Infrastrukturausgaben wachsen mit jedem neuen Kunden, Sicherheitslücken bleiben in veralteten Frameworks bestehen, und die Personalgewinnung wird schwieriger, weil erfahrene Entwickler moderne Technologie-Stacks bevorzugen. Eine vollständige Neuentwicklung ist dennoch selten tragfähig: Sie friert die Roadmap ein, verdoppelt den Aufwand und birgt das Risiko, Verhalten zu verlieren, auf das sich Kunden verlassen, das aber niemand dokumentiert hat. Führungskräfte brauchen einen Weg, die Plattform zu modernisieren, während das Unternehmen weiterarbeitet und seine Kunden bedient.
02 · Lösungsvorschlag
iQsolutions verfolgt eine schrittweise Modernisierungsstrategie. Wir erfassen das bestehende System, identifizieren Domänengrenzen und führen neben dem Altsystem eine moderne Plattform ein, auf deren neue Services Funktionen nach dem Strangler-Fig-Muster nach und nach umgeleitet werden. Jeder Schritt ist umkehrbar und wird im Produktivbetrieb validiert, sodass Kunden Kontinuität erleben, während sich die darunterliegende Architektur stetig verbessert.
Dabei schaffen wir die Grundlagen eines dauerhaft tragfähigen SaaS-Produkts: Mandantenisolation, Identitäten und Entitlements, Nutzungsmessung, automatisierte Bereitstellung, Observability und Continuous Delivery. Das Ergebnis ist eine Plattform, die neue Kunden ohne individuelle Installationen aufnimmt, Änderungen häufig und verlässlich ausliefert und neue Funktionen wie KI-Features integriert, ohne den Kern zu destabilisieren.
03 · Systemkomponenten
Schrittweise Modernisierung von Alt- und Einzelmandantenanwendungen zu cloudnativem, mandantenfähigem SaaS: Was funktioniert, bleibt erhalten, was bremst, wird abgelöst – und Ihre Kunden arbeiten durchgehend weiter.
- 01
Mandanten- und Identitätsdienste
Zentrale Mandantenverwaltung, Single Sign-on, rollenbasierte Zugriffe und Entitlements, die kundenspezifische Konfiguration ermöglichen, ohne den Code zu forken – einschließlich Enterprise-Föderation über SAML und OpenID Connect mit den eigenen Identitätsanbietern der Kunden.
- 02
Modulare Domänendienste
Geschäftsfunktionen, die aus dem Monolithen in klar abgegrenzte Services oder Module mit eindeutigen Schnittstellenverträgen herausgelöst werden – unabhängig test- und deploybar und hinter einer Routing-Schicht eingeführt, die das bestehende Verhalten bewahrt.
- 03
Pipeline für die Datenmigration
Wiederholbare, überprüfbare Migration von Altschemata und Kundendaten in das neue Modell – mit Abgleichprüfungen, Probeläufen auf repräsentativen Daten und einem Rückfallpfad für jede Mandantenkohorte.
- 04
Fundament für Plattform-Engineering
Infrastructure as Code, Container-Orchestrierung, CI/CD-Pipelines und Umgebungsautomatisierung, die Deployments über Umgebungen und Regionen hinweg zur konsistenten, prüfbaren Routine machen. Sie ersetzen manuelle Release-Schritte, die vom Wissen Einzelner abhängen.
- 05
Integration von Nutzungsmessung und Abrechnung
Nutzungserfassung und Durchsetzung der Tarifbedingungen, angebunden an die Abonnementabrechnung. So können Produkt- und Finanzteams Geschäftsmodelle weiterentwickeln, ohne dass jede Preis-, Paket- oder Entitlement-Änderung Entwicklungsaufwand erfordert.
04 · Engineering-Ansatz
Engineering-Ansatz
- 01
Erst charakterisieren, dann ändern
Bevor wir etwas refaktorieren, erfassen wir das aktuelle Verhalten mit automatisierten Charakterisierungstests und Telemetrie aus dem Produktivbetrieb. Das schützt die undokumentierte Logik, auf die sich Kunden stillschweigend verlassen, und gibt jeder späteren Änderung ein Sicherheitsnetz.
- 02
Schrittweise und umkehrbar
Funktionen wandern in kleinen Abschnitten hinter Feature Flags und Routing-Regeln auf die neue Plattform. Jeder Abschnitt lässt sich zurücknehmen, ohne den Rest der Migration zu beeinträchtigen.
- 03
Bedarfsgerechtes Mandantenmodell
Gepoolte, isolierte (Silo-) und hybride Mandantenmodelle bringen jeweils unterschiedliche Abwägungen bei Kosten, Compliance und Leistung mit sich. Wir wählen das Isolationsmodell je Datendomäne auf Basis der Kundenanforderungen und regulatorischen Vorgaben.
- 04
Auch die Auslieferung modernisieren
Architekturänderungen haben nur Bestand, wenn sich die Release-Praktiken mit ihnen ändern. Automatisierte Tests, Trunk-based Development und Deployment-Pipelines werden als Teil des Programms eingeführt, nicht erst danach.
05 · Integrationslandschaft
- AWS, Microsoft Azure und Google Cloud
- Kubernetes und Terraform
- Auth0, Okta und Microsoft Entra ID
- SAML 2.0 und OpenID Connect
- Stripe Billing und Chargebee
- PostgreSQL und Amazon Aurora
- Event-Streams mit Apache Kafka und Amazon SQS
- Datadog, Grafana und OpenTelemetry
- GitHub Actions und GitLab CI
- Feature Flags mit LaunchDarkly
06 · Sicherheitsaspekte
- Die Mandantenisolation wird auf Daten-, Anwendungs- und Infrastrukturebene durchgesetzt; automatisierte Tests verifizieren, dass ein Kunde niemals auf die Daten eines anderen Kunden zugreifen kann.
- Altabhängigkeiten mit bekannten Schwachstellen werden inventarisiert und anschließend im Rahmen des Migrationsplans gepatcht oder abgelöst.
- Secrets, Schlüssel und Zugangsdaten werden aus Konfigurationsdateien in verwaltete Vaults mit Rotation und Zugriffsauditierung überführt.
- Die Migration von Kundendaten folgt dokumentierten Verfahren mit Verschlüsselung, Integritätsprüfung und – wo immer Verträge dies verlangen – Benachrichtigung der Kunden.
- Die modernisierte Plattform ist darauf ausgelegt, die Erhebung von Nachweisen für Frameworks wie SOC 2 und ISO/IEC 27001 zu unterstützen, die Unternehmenskunden zunehmend verlangen.
07 · Umsetzungsphasen
- 1
Bestandsaufnahme
Architektur, Abhängigkeiten, Mandantenmodell, Daten und Delivery-Praktiken erfassen und Modernisierungsziele mit der Produktleitung festlegen.
- 2
Zielarchitektur
Die künftige Plattform, das Mandantenmodell, die Migrationsreihenfolge und den Routing-Ansatz für eine schrittweise Umstellung entwerfen.
- 3
Fundament
Plattform-Engineering, Identitätsmanagement, Observability und Pipelines etablieren, auf die jede migrierte Funktion angewiesen sein wird.
- 4
Schrittweise Migration
Domänen und Mandantenkohorten in umkehrbaren Abschnitten migrieren und dabei Verhalten und Leistung bei jedem Schritt validieren.
- 5
Ablösen und optimieren
Altkomponenten außer Betrieb nehmen, Kosten und Leistung optimieren und eine dokumentierte, wartbare Plattform übergeben.
08 · Geschäftlicher Nutzen
Geschäftlicher Nutzen
Kontinuität im Wandel
Kunden arbeiten weiter, während sich die Plattform unter ihnen weiterentwickelt. So lassen sich das Einfrieren der Roadmap, Unterbrechungen und die Risiken einer einzigen großen Umstellung vermeiden – und das Vertrauen langjähriger Kunden bleibt erhalten.
Geringerer Aufwand pro Kunde
Gemeinsame Infrastruktur, automatisierte Bereitstellung und standardisierte Deployments verringern den betrieblichen Aufwand für jeden zusätzlichen Kunden und beseitigen die fortlaufende Last, auseinanderlaufende Installationen einzeln zu patchen und zu aktualisieren.
Schnellere, sicherere Releases
Automatisierte Test- und Deployment-Pipelines ermöglichen es Teams, Verbesserungen häufiger und mit weniger Abstimmungsaufwand auszuliefern – abgesichert durch klare Rollback-Pfade, falls sich etwas im Produktivbetrieb nicht wie erwartet verhält.
Raum für neue Funktionen
Eine modulare, gut instrumentierte Architektur macht es praktikabel, KI-Funktionen, Partner-APIs und neue Geschäftsmodelle hinzuzufügen, ohne das Kernprodukt zu destabilisieren oder Verbesserungen zu verzögern, auf die bestehende Kunden warten.
Ihre Initiative im Bereich SaaS-Modernisierung für Unternehmen besprechen
Schildern Sie uns Ihren Kontext – ein Ingenieur von iQsolutions antwortet mit durchdachten nächsten Schritten. Unverbindlich und ohne automatisierte Vertriebssequenz.